Unterricht » Aufgabenfelder / Fächer » B » Geschichte » Ge-Erleben » Mahnmal für „Euthanasie“Mahnmal für „Euthanasie“

Zu den abscheulichen Verbrechen, die von Deutschen im Zeitalter des Nationalsozialismus begangen wurden, gehört die Ermordung mehrerer Hunderttausend „Behinderter“ im Rahmen der schönfärberisch „Euthanasie“ (= schöner Tod“) genannten Tötungsaktion der Nationalsozialisten. Auch im Land Braunschweig gab es Opfer, die unter anderem aus der Stiftung Neuerkerode oder der Landesheil- und Pflegeanstalt Königslutter abgeholt wurden. Auf Initiative einer Projektgruppe der „Gedenkstätte Friedenskapelle Braunschweig e.V.“ wurde am 31. Mai nach mehrjähriger Vorbereitungszeit ein Mahnmal für „Euthanasie“-Opfer auf dem Städtischen Friedhof eingeweiht, das an diese Opfer erinnert. Ganz wesentlich war daran die ehemalige NO-Lehrerin Regina Blume beteiligt, die die Veranstaltung organisierte und in diesem Zusammenhang auch die Mitwirkung von NO-SchülerInnen erbat. Es fanden sich im Religionskurs des 10. Jahrgangs acht Schülerinnen, die zusammen mit der Bürgermeisterin Anke Kaphammel, mit Julia Gilfert (die eine ergreifende Geschichte über ihren im Zusammenhang mit der „Euthanasie“-Aktion ermordeten Großvater erzählte) und Regina Blume eine stimmungsvolle Veranstaltung durchführten. Sie berichteten über ihre eigenen Gefühle, lasen die Namen der Opfer vor, legten Blumen nieder und haben die NO vor mehr als 60 Teilnehmern der Veranstaltung in eindrucksvoller Weise vertreten. (Gustav Partington)