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CAS oder nicht CAS – das ist hier die Frage

Seit dem 01.08.2003 gibt es Richtlinien für das Fach Mathematik, die den Einsatz von elektronischen Medien verbindlich vorschreiben.

Die Fachkonferenz Mathematik, der Schulelternrat und die Gesamtkonferenz haben sich nach sehr ausführlichen Diskussionen im Herbst 2015 für den CAS-Grafikrechner classpad II von Casio entschieden. Dieser Beschluss wird zu Beginn eines jeden Schuljahres unter Berücksichtigung der bisherigen Erfahrungen und Alternativen von der Fachkonferenz Mathematik überprüft. Der classpad, der den Voyage 200 von Texas Instruments ablöst, hat den Vorteil eines sehr großen Displays und einer Bedienung, die Schülerinnen und Schüler von Tablets bzw. Smartphones kennen. Der Voyage wird an unserer Schule noch von den älteren Klassen bis zum Abitur genutzt, da es nicht sinnvoll ist, dass sich Schülerinnen und Schüler einen zweiten CAS-Rechner in ihrer Schulzeit kaufen.

Der classpad hat gegenüber günstigeren, nur grafikfähigen Modellen ohne Computer Algebra  System den Vorteil, dass alle in den Rahmenrichtlinien geforderten Funktionen (Tabellen-kalkulation, Einsatz von dynamischer Geometrie-Software, Arbeiten mit einem Computer-algebrasystem) von diesem Rechner ermöglicht werden. Außerdem gibt es die methodisch sehr wichtige Möglichkeit, das Display über einen Beamer zu projezieren, so dass Lehrer und Schüler die Möglichkeit haben, Rechenwege für alle darzustellen. Über ein USB-Kabel kann der classpad an einen PC angeschlossen werden, sodass am großen Bildschirm gearbeitet und die Software des Rechners bis hin zum Betriebssystem aktualisiert werden kann, auch die Vernetzung mit anderen Rechnern ist möglich.

Laut Rahmenrichtlinien soll jeder Schülerin und jedem Schüler ein mindestens grafikfähiger Rechner ab Klasse 7 im Unterricht, bei den Hausaufgaben und bei Leistungsüberprüfungen zur Verfügung stehen. Dieser Vorgabe wird an der Neuen Oberschule entsprochen.

Es besteht zwar auch die Möglichkeit, in einzelnen Stunden mit einer Klasse im Mathematikunterricht in den Computerraum zu gehen ( falls dieser frei ist ), aber nur die Verfügbarkeit aller Komponenten ermöglicht jederzeit einen abwechslungsreichen Unterricht und unterschiedliche Zugänge der Schülerinnen und Schüler zu den zu bearbeitenden Problemen.

Der CAS-Rechner verhilft zu einem realitätsbezogenen Unterricht, in dem die Schüler eigene Lösungswege erproben und deren Gangbarkeit selbst überprüfen können. Selbständiges Lernen – eine Qualifikation, die heute von hoher Bedeutung ist. In diesem Zusammenhang hat sich der Rechner insbesondere auch als Kontrollinstrument bewährt. 

Der Rechner wird von der 7.Klasse bis zum Abitur ( und ggfs. darüber hinaus ) eingesetzt. Die MathematikfachlehrerInnen stehen gern für weitere Auskünfte zur Verfügung.

Für die Beschaffung bietet sich eine Sammelbestellung der ganzen Klasse bzw. des Jahrgangs an, da sie wesentlich kostengünstiger als eine Einzelbestellung ist. Inklusive notwendigem Zubehör ergibt sich ein Preis von ca.  100.- €. Der Elternverein hilft unbürokratisch, wenn der Gesamtpreis nicht aufgebracht werden kann.