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Exkursion nach Kalkriese (Latein Jg. 8 & 10)

Am 31.05.2017 versammelte sich der Latein-Wahlfrei-Kurs zusammen mit dem Latein-Kurs aus Jahrgang 10 um 7.20 Uhr vor der Schule, um nach Kalkriese zu fahren, wo wir auf den Spuren der Varusschlacht im Osnabrücker Land wandeln konnten. 
Durch einen Unfall im Ortsteil Querum verzögerte sich die Abfahrt schon zu Beginn, da es dort zu Problemen mit der Straßenbahnverbindung kam. Leider war das nicht die einzige Hürde, die wir überwinden mussten. Kaum waren wir auf der Autobahn, kam der Stillstand. Nach ca. fünfstündiger Fahrt (geplant waren eigentlich höchstens dreieinhalb Stunden) erreichten wir Kalkriese, wo wir nach einer kurzen Picknick-Mittagspause mit zwei Guides durch die Ausstellung im Museum und über das Gelände geführt wurden. Bei bestem Wetter konnten wir vom Aussichtsturm den Zug der Römer zwischen Moor, Kalkrieser Berg und dem von den Germanen angelegten Wall im Gelände in Gedanken nachvollziehen. Schön wäre es gewesen, hier auf dem direkten Römerpfad zu wandeln, doch reichte hierfür leider nicht ganz die Zeit.
Im Museum lernten wir unter fachkundiger Führung diverse Fundstücke aus der Varusschlacht kennen, welche 9 n. Chr. zwischen den Germanen und Römern stattfand, darunter auch zahlreiche Bronzemünzen sowie die berühmte eiserne Maske eines römischen Reiterhelms. Erst im vergangenen Sommer fanden Archäologen auf einen Schlag acht augusteische Goldmünzen, eine archäologische Sensation, die sich bei der Errichtung eines neuen Grabungscamps ereignete. So sind in Kalkriese die Forschungen noch lange nicht abgeschlossen. Wer weiß, was noch alles im Boden an Schätzen schlummert?!?
In einer zweiten Sonderausstellung bot sich uns die Gelegenheit, über großformatige Acrylbilder aus dem römischen Alltagsleben und dazugehörigen Requisiten, selbst in die Welt der Römer einzutauchen. Unsere Schnappschüsse halten die besten Szenen fest!
Am Nachmittag ging es auf einer kürzeren Fahrt wieder nach Braunschweig zurück, wo wir schließlich gegen 19.30 Uhr an der Schule ankamen.
Ein großer Dank gilt Frau Waltemathe für Planung und Durchführung sowie Herrn Wölk für die Begleitung dieser Exkursion, ebenso aber auch dem Busfahrer, der uns trotz der vielen Staus sicher und schnellstmöglich an unser Ziel gebracht hat.
Lennart Meyer