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Exkursion des 10. Jahrgangs in die KZ-Gedenkstätte Mittelbau Dora

Wie im vergangenen Schuljahr (siehe Bericht vom Dezember 2016) besuchten die Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs am 19.1.2018 im Rahmen der thematischen Bearbeitung des Nationalsozialismus im Geschichtsunterricht die Gedenkstätte KZ Mittelbau-Dora nahe Nordhausen/Thüringen. Zwar gestaltete sich die Anreise schwierig - die Folgen des Sturms "Friederike" am Tag zuvor hatten zu Straßensperrungen geführt -, doch einmal angekommen zeigten sich die Schülerinnen und Schüler beeindruckt von der Aufbereitung der Geschichte an diesem besonderen Ort. In der abschließenden Reflexion betonten sie die Notwendigkeit solcher Besuche und empfahlen diese Exkursion auch kommenden NO-Jahrgängen.

Exkursion des 10. Jahrgangs in die KZ-Gedenkstätte Mittelbau Dora

Am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien besuchte der 10. Jahrgang die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora. Dieses KZ war das letzte von den Nationalsozialisten gegründete KZ-Hauptlager und steht exemplarisch für die mörderische Zwangsarbeit in der deutschen Rüstungsindustrie. In unterirdischen Stollen, die heute noch in ihrem Originalzustand zum Zeitpunkt der Befreiung des Lagers besichtigt werden können, wurden V2-Raketen produziert. Von 60.000 Häftlingen überlebten 20.000 die mörderischen Bedingungen der KZ-Haft nicht. Aufgeteilt in drei Gruppen erkundeten die Schülerinnen und Schüler das Außengelände mit dem Krematorium, die Stollen, soweit sie zugänglich sind, sowie die Ausstellung in der Gedenkstätte. Die an diesem Tag herrschende eisige Kälte verdeutlichte den Exkursionsteilnehmern eindrucksvoll, was es für schlecht bekleidete Häftlinge bedeuten musste, stundenlang bei Appellen im Freien auszuharren …

Dr. Gustav Partington