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„Ich habe gehört, ihr wollt nichts lernen“ (B.Brecht)

Wir Lehrerinnen und Lehrer der Fachgruppe Deutsch wollen verhindern, dass dieser erste Vers des Gedichtes von Bertolt Brecht für unsere Schülerinnen und Schüler zutrifft, denn wir unterrichten unser Fach gern.

Wir stehen in ständigem Austausch und planen gemeinsam in den Jahrgangsteams die vor­gegebenen Themen ergebnisorientiert und ausgerichtet an den Kerncurricula. Dabei lassen wir genügend Freiräume, um auf Besonderheiten von Lerngruppen eingehen zu können. Neben der Vermittlung von fachlichem Wissen  und  Fertigkeiten sehen wir ebenso als unsere Aufgabe an, selbstständiges Lernen  zu fördern. Wir nutzen außerschulische Angebote und Lernorte für den Deutschunterricht, um den Bezug zur Lebenswirklichkeit herzustellen.

Von den Schülerinnen und Schülern erwarten wir in allen Jahrgangsstufen ein großes Maß an Eigeninitiative und wünschen uns die Zusammenarbeit mit den Eltern, denn wir sorgen nicht dafür, „dass (ihre) Füße an keinen Stein stoßen“ (B.Brecht), sondern sie müssen die „Finger rühren“ (B.Brecht). Nur dann sind Ihre Kinder nicht angewiesen auf „Führer, die (…) genau sagen, was (sie) zu machen (haben), damit es (ihnen) gut geht,“ (B.Brecht) sondern Sie sind fähig, ihre Lebenswelt selbstständig und eigenverantwortlich zu gestalten.

 

Besuch des Theaterstücks „Monster“ im Haus 3 des Staatstheaters Braunschweig am

Am 19.03.2014 haben wir, die Klasse 7.3, im Rahmen unseres Deutschunterrichtes am Abend das 

Theaterstück „Monster“ im Haus 3 des Staatstheaters Braunschweig besucht.

Worum geht es in dem Stück?

Duck, ein 16-jähriges Mädchen, lebt mit ihrem unter Multiple Sklerose leidenden Vater zusammen in einer 2-Zimmer-Wohnung. Wegen seiner Krankheit muss sich Duck gut um ihren Vater kümmern, da er nicht allein zurechtkommt. So bleibt ihr nicht viel Zeit, um sich mit anderen Dingen zu beschäftigen, die ihr wichtig sind, oder sich mit ihren Freunden zu treffen. Trotzdem geht Duck in die Theater-AG ihrer Schule und schreibt gern Geschichten.

Eines Tages taucht plötzlich die Spielgefährtin von Ducks Vater „Agnetha“ aus dem Onlinegame „Otherworld“ auf und will bei den beiden leben. Das erweist sich jedoch eher als schwierig, denn Agnetha ist bekennende Anarchistin und Sängerin in einer Hardrock-Band, zudem ist sie ziemlich „crazy“ drauf. Als dann auch noch eine Frau vom Jugendamt hinzukommt, geht alles drunter und drüber. Ducks Vater muss z.B. in kürzester Zeit Nudeln kochen lernen, um zu beweisen, dass er gut für Duck sorgen kann. Doch dies ist für einen Blinden, der sich sonst nur von Fertigpizza ernährt, gar nicht so einfach …

Trotz der recht kleinen Bühne im Haus 3 hat uns das Bühnenbild gut gefallen, denn das Stück hat gezeigt, dass man auch mit sehr einfachen Mitteln und aussagekräftigen Requisiten eindrucksvolle Bilder erzeugen kann. Besonders überzeugend waren für uns die vier Schauspieler, die immer wieder von einer in die andere Rolle wechselten, ihre Stimmen faszinierend verstellen konnten und zudem mit Livemusik und Gesang für Unterhaltung und Abwechslung sorgten.

Auch wenn es am Anfang gar nicht leicht war, den Ablauf des Stückes aufgrund vieler Rückblicke und Einschübe zu verstehen, wurde es mit der Zeit immer leichter, sich anhand der Requisiten und Standorte der Schauspieler zu orientieren. So sitzt z.B. Duck immer in einem bestimmten Sessel, wenn sie ihre Geschichten schreibt, in denen sich ihr eigenes Leben unter dem Deckmantel der „Prinzessin von Norwegen“ widerspiegelt.

Unser Fazit: Der Theaterbesuch hat sich sehr gelohnt! Er hat vor allem gezeigt, dass man aus einem traurigen Thema nicht unbedingt eine herzzerreißende Tragödie machen muss, sondern dass man das Theaterstück auch lustig und unterhaltsam gestalten kann. Wir finden, dass man so einen Theaterbesuch ruhig öfter machen sollte. Außerdem war das anschließende Gespräch mit dem Theaterpädagogen, dem Regisseur und den Schauspielern sehr interessant, die für alle unsere Fragen und Kritiken sehr aufgeschlossen waren.

Ein großer Dank geht auch an Frau Waltemathe, die diesen Theaterbesuch überhaupt ermöglicht hat.

geschrieben von Elisabeth Bäker, Sonja Braband und Tina Mertinaschk, Klasse 7.3