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Stellungnahme zum Vorfall am 23. Februar 2016: Wir sind und bleiben Schule ohne Rassismus.pdf

 

Seit 2014 trägt das Gymnasium Neue Oberschule den Titel "Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage".

Wer sich zu den Zielen einer Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage bekennt, unterschreibt folgende Selbstverpflichtung:

  1. Ich werde mich dafür einsetzen, dass es zu einer zentralen Aufgabe meiner Schule wird, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.
  2. Wenn an meiner Schule Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen ausgeübt werden, wende ich mich dagegen und setze mich dafür ein, dass wir in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege finden, uns zukünftig zu achten.
  3. Ich setze mich dafür ein, dass an meiner Schule ein Mal pro Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierungen durchgeführt wird, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen.

 

Eine Schule bekommt den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, wenn mindestens 70 Prozent aller Menschen an einer Schule diese Selbstverpflichtung unterschrieben haben.

Quelle: Schule-ohne-rassismus.org, 13.06.2015, 20:50 Uhr).

1. Aktionstag „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

 

Internationales Picknick mit Braunschweiger Flüchtlingen

Liebe SchülerInnen, liebe Eltern, 

am 23. Juni 2015 ist es endlich so weit: Die NO, durch euer Engagement seit 2014 offiziell Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, veranstaltet ihren ersten Aktionstag.

Die feierliche Übergabe unserer Plakette ist eingebunden in das Bühnenprogramm ab 8.30 Uhr in der Aula. Für die Jahrgänge 7-11 beginnt hier der Schultag, die Jahrgänge 5 und 6 werden nach einem gemeinsamen Beginn an der kleinen NO um 7.50 Uhr von Lehrkräften zum Hauptgebäude in die Aula der großen NO begleitet

Nach dem Bühnenprogramm machen sich alle Klassen bereit für einen Gang durch die Stadt zum Picknickplatz am Löwenwall. Hierbei gehen wir auf unterschiedlichen Wegen, um in der ganzen Stadt gesehen zu werden. Zu diesem Zweck erhaltet ihr ein besonderes Erkennungszeichen, das ihr bitte in der Hand behaltet bis zu einer gemeinsamen Aktion am Löwenwall. Wer mag, darf zudem unsere Flyer verteilen.

 

Am Löwenwall breiten wir unsere Picknickdecken aus und heißen die Flüchtlinge willkommen, die unserer Einladung gefolgt sind. Wir genießen Spezialitäten aus aller Welt und kommen ins Gespräch. Für Unterhaltung sorgt unsere Schulband „NO compromise“ unter Leitung von Herrn Buchmüller. Die Veranstaltung endet um 13 Uhr am Löwenwall.

 Viele Grüße
Eure AG Schule mit Courage
 

 

 

 

Rassismus? NO-Schüler sagen: Nein Danke!

 
 

Braunschweig Schüler der Neuen Oberschule picknicken gemeinsam mit Flüchtlingen am Löwenwall. Sie setzen damit ein Zeichen für Toleranz.

Von Michael Schnatz
Schüler der NO lassen Hunderte Luftballons aufsteigen: ein Zeichen für Toleranz in einer farbenfrohen Gesellschaft.

Mehr als 500 bunte Luftballons stiegen am Dienstag vom Löwenwall aus gen Himmel. Damit wollten Schüler des Gymnasiums Neue Oberschule ein Zeichen setzen: für Toleranz in einer farbenfrohen Gesellschaft. Und es war mehr als nur ein Lippenbekenntnis. Gemeinsam mit jungen Flüchtlingen machten die Schüler ein Picknick, spielten Fußball, Frisbee, hörten Musik, lachten und tauschten sich aus.

Die Idee für diesen Aktionstag hatten zehn Schüler einer Arbeitsgruppe. „Wir wollen öffentlich zeigen, dass wir als Schule gegen Rassismus sind“, sagt der 13-jährige Lennart.

Das ist die NO in der Tat – am Dienstag wurde ihr vom Verein „Aktion Courage“ die Plakette „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ verliehen. Voraussetzung dafür ist ein jährliches Projekt zum Thema Diskriminierung und die Verpflichtung von 70 Prozent der Schüler, sich gegen Rassismus stark machen zu wollen. Beides wurde geschafft!

Den Kontakt zu den Flüchtlingen haben die Lehrerinnen Gesa Wendtland und Ute Wermser hergestellt. Wendtland betreut die AG „Schule ohne Rassismus“, Wermser leitet die Bläser-Klasse der NO, die für musikalische Unterhaltung am Löwenwall sorgte. Zudem ist sie ehrenamtliches Mitglied der Flüchtlingsinitiative Schandelah. Auch das Jugendamt wirkte bei der Kontaktaufnahme mit.

Mehr als 30 junge Flüchtlinge aus Albanien, dem Kosovo, Syrien, dem Irak und anderen Ländern sind der Einladung auf den Löwenwall gefolgt. „Zwei junge Männer haben sich sogar selbst zu unserer Schule auf den Weg gemacht“, freut sich Schulleiter Marten Kohfahl. Die NO-Lehrer haben sie natürlich zum eigentlichen Treffpunkt in der Innenstadt mitgenommen.

Für Kohfahl war der Aktionstag eine große Freude. Besonders beeindruckt habe ihn, mit welcher Ernsthaftigkeit seine Schüler Rassismus begegnen. „Die Idee kam von den Schülern selbst, sie haben die ganze Tagesplanung in ihre Hände genommen“, erzählt Kohfahl stolz. Die Aktion habe die Vielfalt der Gesellschaft sichtbar gemacht und den Flüchtlingen moralisch den Rücken gestärkt, ergänzt er. „Es war ein positives Zeichen.“

So sieht es auch Lehrerin Ute Wermser: „Wenn viele Leute kleine Schritte gehen, kann man schon etwas bewirken.“ Die Schüler der NO sind am Dienstag gemeinsam viele kleine Schritte gegangen – ein Anfang ist gemacht.

 Quelle: http://www.braunschweiger-zeitung.de/lokales/Braunschweig/rassismus-no-schueler-sagen-nein-danke-id1919969.html