Pädagogisches Konzept für Jahrgang 5Pädagogisches Konzept für Jahrgang 5

Pädagogisches Konzept für Jahrgang 5.

Ankommen, sich wohlfühlen und gemeinsam durchstarten an der NO!

 Es ist uns besonders wichtig…

  •  Schüler dort abzuholen, wo sie stehen und Unterschiede, die in den ersten vier Schuljahren entstehen, nicht einfach zu übergehen.
  • Möglichkeiten und Bedingungen für eine solide Allgemeinbildung zu schaffen, dabei aber die individuellen Interessen und Neigungen zu entdecken und zu fördern.
  • Ein angenehmes Lernklima in jedem neuen Jahrgang entstehen zu lassen, das auf Vertrauen und effektiver Zusammenarbeit zwischen Schülern, Eltern und Lehrern basiert.   

 Übergangsmaßnahmen für Jahrgang 5

Ankommen und eine Gemeinschaft entstehen lassen

Jeder 5. Klasse wird ein Klassenlehrerteam zugewiesen. Die Kontinuität der Betreuung ist uns ein besonderes Anliegen, so dass wir in diesem Sinne darauf achten, dass dieses Team möglichst viele Fächer in der  jeweiligen Klasse unterrichtet. Die neuen NOler sollen schließlich stets einen Ansprechpartner und eine Bezugsperson griffbereit haben.

Mit einem Einschulungsfest an der „Großen NO“ starten wir gemeinsam in das neue Schuljahr. Bereits hier sind unsere Patenschüler dabei - zwei Jungen und zwei Mädchen für jede 5. Klasse - aus dem 9. Jahrgang: gemeinsam mit dem Klassenlehrerteam begleiten sie die neuen NOler zur „Kleinen NO“ im Bültenweg und helfen ihnen, sich in ihrer neuen Klasse zu orientieren. Darüber hinaus begleiten die Patenschüler ihre Schützlinge während der Orientierungswoche, bei allen Schulfesten, Exkursionen, Klassenfahrten, etc. Sie werden zu festen, kompetenten Ansprechpartnern und Beratern unserer „Kleinen“.

Für unsere Neuen nehmen wir uns gerne viel Zeit: alles ist neu und Zeit und Ruhe sind für die Eingewöhnung wichtig. Die erste gemeinsame Schulwoche verbringt die Klasse daher mit dem Klassenlehrerteam und den Patenschülern. Diese Orientierungswoche dient dazu, sich zu Recht zu finden, Klassenkammeraden und Klassenlehrer kennenzulernen, das Schulgebäude (Sekretariat, Büro des Hausmeisters, Fachräume), den altersangemessen eingerichteten Schulhof und die Umgebung (u.a. den Weg zu Haltestellen und zum Hauptstandort)  zu erkunden, Schulbücher sowie den regulären Stundenplan zu bekommen, usw. Gemeinsam wird der neue Klassenraum ausgestaltet (z.B. Geburtstagskalender und Steckbriefe basteln), Klassenregeln erarbeitet, eine erste Sitzordnung vereinbart und Klassendienste vergeben. Eine erste Heranführung an Arbeitstechniken erfolgt ebenfalls im Rahmen dieser Woche: Mappen- und Heftführung, Führung des Hausaufgabenheftes sowie Organisation des Arbeitsplatzes.

Im regulären Stundenplan steht für Klassengeschäfte und Besprechungen eine wöchentliche Klassenlehrerstunde zur Verfügung – die Zeit wird nicht dem Fachunterricht „geklaut“.

Für musikalisch besonders interessierte und begabte Schülerinnen und Schüler bieten wir eine Besonderheit an: die Bläserklasse. Ihre Klassenlehrer veranstalten in der ersten Woche ein Instrumentenkarusell, bei dem es darum geht, alle zur Auswahl stehenden Musikinstrumente von Profis gespielt zu hören, auszuprobieren und sich erst dann für eines zu entscheiden, welches einen für die kommenden zwei Jahre, oder gar noch länger, begleiten wird.

Eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern ist uns sehr wichtig – schließlich kennen sie ihr Kind deutlich länger als wir. Aus diesem Grund veranstalten wir am zweiten Samstag des Schuljahres ein Kennenlernfrühstück für unsere neuen Fünftklässler und ihre Familien. Alle bringen etwas mit (dabei ggf. auch an Hundekekse denken J), bei schönem Wetter werden Stühle und Tische in den Hof getragen und nach dem Essen darf nach Lust und Laune auf dem Hof gespielt und herumgetobt werden. Für Eltern und Lehrer ist dann auch Zeit genug, sich gegenseitig kennenzulernen und untereinander zu vernetzen.

Ein weiteres Highlight folgt nur wenig später: Das Fest der 5. Klassen hat bei uns eine lange Tradition und findet an der „Großen NO“ statt. Der Schulleiter erzählt das Märchen vom NO-Teich, mit dessen Wasser anschließend alle neuen Schülerinnen und Schüler von ihren Klassenlehrern zu „richtigen NOlern“ „getauft“ werden. Anschließend gibt es Leckeres zu essen und zu trinken für die Eltern (das Fest findet an einem Nachmittag in der Woche statt) und Gelegenheit, sich mit anderen Eltern über die ersten Eindrücke auszutauschen, nachdem der „richtige“ Unterricht angelaufen ist. Zahlreiche Spiele und Wettbewerbe beschäftigen in der Zeit die Schülerinnen und Schüler – alles organisiert von unseren engagierten Sportlehrern. Den krönenden Abschluss bildet traditionsgemäß ein Tauziehen zwischen Schülern und Lehrern - die im letzten Jahr tatsächlich verloren haben!  

Sich wohlfühlen und durchstarten

Wir wollen Ruhe in den Alltag unserer Schüler bringen. Aus diesem Grund unterrichten wir in 90-minutigen Stunden zwischen denen 20-minutige Pausen liegen. Diese Maßnahme führt dazu, dass unsere Schüler lediglich drei Fächer an einem Tag haben. Dies ist hilfreich für die Konzentration und macht den Schulranzen auch etwas leichter.

Wir sind eine offene Ganztagsschule – das bedeutet, dass die Schüler vom Ganztagsangebot Gebrauch machen können, aber nicht müssen. Ein breites Nachmittagsangebot steht unseren Schülerinnen und Schülern zur Verfügung: von Hausaufgabenbetreuung über Förder- und Forderunterricht bis hin zu zahlreichen Arbeitsgemeinschaften. Diese richten sich teilweise ausschließlich an 5.- und 6.-Klässler, andere sind offen für alle. Eine Ganztagsbetreuung bieten wir montags, dienstags, mittwochs und donnerstags an – die Eltern entscheiden gemeinsam mit ihren Kindern, ob sie dieses Angebot an jedem diese Tage oder nur an einzelnen wahrnehmen möchten. Ein Mittagessen kann selbstverständlich dazu gebucht werden. An der „Kleinen NO“ wird das Mittagessen direkt zur Schule geliefert, wo den Schülern ein Verpflegungsraum zur Verfügung steht. 

Bereits am ersten Schultag stellen wir unseren neuen Schülern ein Hausaufgabenheft zur Verfügung. Dieses ist jedoch viel mehr als nur ein Hausaufgabenheft: wir nutzen es für eine komplikationslose und schnelle Kommunikation zwischen Lehrern und Eltern. Alles Wichtige wird dort notiert und Sie als Eltern und wir als Lehrer werden schnell informiert. Selbstverständlich sind wir Lehrer per Email sowie über das Sekretariat auch telefonisch für Sie zu sprechen.

Aus Erfahrung wissen wir um die hohe Relevanz eines frühzeitigen Informationsaustausches. Aus diesem Grund bieten wir bereits im November den ersten Elternsprechtag für die Klassen 5 bis 7 an. In der Vergangenheit hat sich unser Konzept der gemeinsamen Gesprächsführung durch das Klassenlehrerteam mit den Eltern der Fünftklässler immer wieder bewährt und zu fruchtbaren Ergebnissen geführt. Ein weiterer Elternsprechtag findet kurz vor Ostern statt.

Informationen für eine angemessene Rückmeldung an die Eltern liefern uns unsere regelmäßigen pädagogischen Dienstbesprechungen. Die erste findet zwischen den Herbstferien und dem Elternsprechtag statt, so dass die Klassenleitungen mehr als nur die eigenen Eindrücke wiedergeben können. Es liegt uns sehr am Herzen, ein Gesamtbild über jeden unserer Schüler zu haben, um eine Einschätzung der individuellen Entwicklung vornehmen zu können. Im Rahmen dieser Dienstbesprechung schauen wir uns an, wie gut unsere Neuen an der NO angekommen sind und in wie fern sie bereits richtig durchstarten. Für den Fall, dass wir bei dem einen oder anderen Anfangsschwierigkeiten mit der Lernorganisation und/oder Arbeitstechniken bemerken, bieten wir die Möglichkeit, an der Arbeitsgemeinschaft Arbeitstechniken teilzunehmen. Diese ist dem 5. Jahrgang vorbehalten und hat eine begrenzte Teilnehmerzahl, um eine individuelle Förderung zu ermöglichen. Die Teilnahme ist zunächst auf ein Vierteljahr begrenzt. Im Rahmen der Zeugniskonferenz am Ende des ersten Halbjahres wird über den Erfolg beraten und über weitere Teilnahme entschieden. Ab dem zweiten Halbjahr stehen dann weitere, kernfachbezogene Fördermaßnahmen zur Verfügung. Ein Einstieg bzw. Ausstieg ist jeweils vierteljährlich möglich – darüber beraten wird auf den o.g. pädagogischen Dienstbesprechungen und Zeugniskonferenzen. Alle diese Maßnahmen finden nachmittags statt. Der genaue Termin wird frühzeitig bekannt gegeben.

Ein Blick über den Tellerrand hinaus ist uns wichtig und wir Lehrer sind stets bemüht, Angebote über den reinen Unterricht hinaus zu machen. Theaterbesuche und Autorenlesungen speziell für 5. und 6. Klassen zählen ebenso dazu wie Vorträge über Diebstahl und die Gefahren des Cybermobbing.  Im Rahmen des Sportunterrichts wird Schwimmen gelernt und geübt, und selbstverständlich legen wir auch Wert auf frühe Heranführung an die Computer- („Computerführerschein“) und Medienbenutzung (Ausbildung zum Medienscout).

In der Schule mag es aus Lehrer- und Elternsicht in erster Linie ums Lernen gehen – die Schüler sehen das manchmal anders und behaupten oft und gerne, dass Pausen das Wichtigste an der Schule sind. Unser Förderverein Elternhilfe e.V. hat sich dafür etwas ganz Besonderes einfallen lassen: jede 5. Klasse bekommt eine eigene Spielekiste. Diese ist mit jeder Menge Spaß gefüllt: Softbällen, Tischtennis- und Badmintonschlägern, Springseilen, Gummitwist, Wikingerschach, Gesellschaftsspielen wie Mikado, Uno, Tabu, Qwirkle, Jenga, Ubongo, Domino, etc. Jede Klasse kann Wünsche äußern und unsere Elternhilfe ist stets bemüht, sie so gut wie nur möglich zu berücksichtigen. Wenn aus den „kleinen“ 5.- und 6.-Klässlern „große“ Siebtklässler werden, werden die Spielekisten an nächste Generation vererbt und ggf. mit neuen Spielen ergänzt. Für eine sinnvolle Pausenbeschäftigung ist in jedem Fall gesorgt - und ganz nebenbei wird die Sozialkompetenz unserer Schülerinnen und Schüler gestärkt. Sollte es mal zu Streitigkeiten kommen, so stehen auch unseren 5.-Klässlern Streitschlichter und ausgebildete Mediatoren direkt vor Ort zur Verfügung.

Für große Aufregung im positiven Sinne sorgt auch jedes Jahr erneut unser „Sockenball“. Er wird bereits seit 30 Jahren veranstaltet und findet im September in der großen Sporthalle in der Beethovenstraße statt. Bis in die Nacht (d.h. je nach Altersstufe) wird dann unter Begleitung von DJs, Scheinwerfern und Nebelmaschinen in bunten Socken getanzt und gefeiert. Unser Nikolausbasar im Dezember ist ein weiteres Highlight, bei dem die noch frische Klassengemeinschaft etwas Gemeinsames schafft. Meistens treffen sich an einem oder zwei Nachmittagen Eltern, Schüler und Klassenlehrer, um für den Verkauf auf dem Basar zu backen oder zu basteln: der Erlös kommt immer einem guten Zweck zu Gute und sorgt vor Weihnachten für Freude.